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Nasenkrebs: Ursachen, Symptome und Behandlung bei Tumor der Nase

25.03.2026
Dr. rer. nat. Marcus Mau
Autor des Fachartikels

Nasenkrebs ist eine seltene Krebserkrankung, bei der sich ein Tumor in der Nase oder den Nasennebenhöhlen entwickelt. Insgesamt macht diese Krebsart nur etwa 1% aller bösartigen Tumorerkrankungen aus. Dennoch sollte Nasenkrebs ernst genommen werden, da sich diese Erkrankung lange Zeit unbemerkt entwickeln kann.

Der Begriff Nasenkrebs umfasst verschiedene Arten von Krebs, die im Bereich der Nase entstehen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung verbessert die Heilungschancen deutlich.

Hier finden Sie weitere Informationen und Ärzte für eine Behandlung.

ICD-Codes für diese Krankheit: C30, C31

Kurzübersicht:

Nasenkrebs umfasst mehrere Formen von bösartigen Tumoren, die sich in der Nasenhöhle oder den Nasennebenhöhlen entwickeln. Diese Art von Tumor entsteht häufig aus der Nasenschleimhaut und kann sich in das umliegende Gewebe ausbreiten.

Zu den wichtigsten Risikofaktoren zählen Tabakrauchen, Alkoholkonsum sowie berufliche Belastungen durch bestimmte Chemikalien, Holzstaub oder Asbest. Diese Faktoren können das Risiko für Nasenkrebs erhöhen.

Die Symptome von Nasenkrebs sind häufig unspezifisch. Typische Beschwerden sind eine verstopfte Nase, Nasenbluten, ein Druckgefühl in der Nase oder Verlust des Geruchssinns. Da diese Beschwerden auch bei harmlosen Erkrankungen vorkommen, wird Nasenkrebs manchmal zunächst verwechselt.

Die Diagnose und Behandlung erfolgt durch spezialisierte Ärzte mithilfe einer Untersuchung der Nase, bildgebenden Verfahren wie CT oder MRT sowie einer Gewebeprobe bzw. Biopsie.

Die wichtigste Therapie ist häufig die operative Entfernung des Tumors. Ergänzend können Strahlentherapie und Chemotherapie eingesetzt werden, um verbleibende Krebszellen abzutöten. Die Prognose hängt stark vom Stadium des Krebses ab.

Artikelübersicht

Definition: Was ist Nasenkrebss?

Nasenkrebs ist eine seltene Krebserkrankung, bei der sich ein Tumor im Bereich der Nasenhöhle oder Nasennebenhöhlen entwickelt. Diese Form von Nasenkrebs entsteht meist aus den Zellen der Nasenschleimhaut, die sich zu einer Krebszelle verändern und unkontrolliert wachsen.

Die Erkrankung gehört zu den bösartigen Tumoren im Kopf-Hals-Bereich. Sie kann sich in angrenzendes Gewebe, Knochen oder Blutgefäße ausbreiten. In manchen Fällen wächst der Tumor auch durch die Nasenhöhle oder den Nasennebenhöhlen in umliegende Strukturen der Nase und des Nasenrachenraums.

Zu den häufigsten Arten von Nasenkrebs gehören Plattenepithelkarzinome oder Adenokarzinome. Diese Tumore entwickeln sich häufig aus den Schleimhautzellen der Nase. Je nachdem wo der Tumor entsteht und wie weit er sich ausbreitet, können unterschiedliche Symptome von Nasenkrebs auftreten.

Ursachen und Risikofaktoren für den Tumor in der Nase

Die genauen Nasenkrebs-Ursachen sind nicht immer eindeutig geklärt. Dennoch sind mehrere Faktoren bekannt, die das Risiko für Nasenkrebs deutlich erhöhen können.

Ein wichtiger Risikofaktor ist das Tabakrauchen. Auch übermäßiger Alkholkonsum kann dazu beitragen, an dieser Krebserkrankung zu erkranken.

Darüber hinaus können bestimmte berufliche Belastungen eine Rolle spielen. Nasenkrebs kommt häufiger bei Personen vor, die über viele Jahre mit Holzstaub, Lederstaub oder bestimmten Chemikalien arbeiten. Dazu zählen z.B. Beschäftigte in der Holz- und Lederindustrie.

Weitere mögliche Faktoren sind: genetische Veranlagung, chronische Entzündungen der Schleimhäute, Virusinfektion mit dem Epstein-Barr-Virus.

Studien zeigen, dass Männer doppelt so häufig an Nasenkrebs erkranken. 

Zigaretten und AlkoholZigaretten und Alkohol sind die häufigsten Ursachen für Halstumoren @ LIGHTFIELD STUDIOS /AdobeStock

Häufige Symptome und Anzeichen für Nasenkrebs

Die Symptome von Nasenkrebs entwickeln sich meist langsam. Da der Tumor häufig über Jahre wächst, bleiben frühe Symptome meist unbemerkt.

Ein erstes Symptome kann einer dauerhaft verstopfte Nase sein. Besonders auffällig ist eine einseitig eingeschränkte Nasenatmung.

Weitere Symptome sind: wiederkehrendes Nasenbluten, Druckgefühl in der Nase oder Druckgefühl im Gesicht, Verlust des Geruchsinns, Gesichtsschmerzen bzw. Schmerzen im Gesicht.

Mit zunehmender Größe kann der Tumor weitere Beschwerden verursachen. Dazu gehören Schwellungen im Gesicht, Doppeltsehen, vergrößerte Lymphknoten im Halsbereich.

Diese Anzeichen für Nasenkrebs entstehen, wenn der Tumor das umliegende Gewebe oder benachbarte Strukturen beeinträchtigen kann.

Da diese Symptome auch bei entzündlichen Erkrankungen auftreten können, wird es oft zunächst mit einer gutartigen Erkrankung verwechselt.

Gestörter Geruchsinn
Ein gestörter Geruch- und Geschmacksinn können Symptome von Nasenkrebs sein @ DimaBerlin /AdobeStock

Wie erfolgt die Diagnose bei Nasenkrebs?

Die Diagnose und Behandlung beginnt mit einem ausführlichen Gespräch über Beschwerden und mögliche Risikofaktoren.

Anschließend erfolgt eine Untersuchung der Nase durch einen HNO-Arzt. Dabei wird häufig eine Endoskopie der Nasenhöhle durchgeführt.

Zur genaueren Abklärung kommen bildgebende Verfahren zum Einsatz, insbesondere Computertomographie (CT) und Magnetresonanztherapie (MRT).

Diese Untersuchungen zeigen, wie groß der Tumor ist und ob angrenzende Strukturen betroffen sind.

Um sicher festzustellen, um welche Art von Tumor es sich handelt, wird eine Gewebeprobe entnommen. Diese Biopsie ermöglicht die genaue Bestimmung der Krebsart. Anschließend wird das Stadium des Krebses bestimmt. Ärzte unterscheiden verschiedene Stadien, die zeigen, wie weit sich der Tumor bereits ausgebreitet hat.

Behandlung der Symptome von Nasenkrebs

Die Behandlung von Nasenkrebs hängt von mehreren Faktoren ab. Entscheidend ist u.a., in welchem Stadium des Krebses sich die Erkrankung befindet und um welche Krebsart bzw. um welchen Tumor es sich handelt.

In vielen Fällen wird der Tumor operativ entfernt. Ziel ist es, das gesamte bösartige Gewebe möglichst vollständig zu entfernen. Wird der Tumor früh entdeckt, kann er häufig operativ behandelt werden.

Ist eine Entfernung nicht möglich, weil die Erkrankung bereits zu weit fortgeschritten ist, kommt eine Bestrahlung oder Chemotherapie zum Einsatz. 

Oft wird eine Kombination aus Strahlentherapie und Chemotherapie eingesetzt. Diese kann helfen, verbleibende Krebszellen abzutöten und ein erneutes Tumorwachstum zu verhindern.

Welche Behandlungsmöglichkeiten im Einzelfall sinnvoll sind, hängt von verschiedenen Faktoren ab, etwa vom Stadium des Krebses, der Lage des Tumors und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten.

Verlauf, Prognose und Heilungschancen

Der Verlauf kann sehr unterschiedlich sein. Entscheidend ist v.a. wie früh die Krebserkrankung erkannt wird. Wird der Tumor früh diagnostiziert, sind die Heilungschancen häufig gut.

In frühen Stadien bleibt der Tumor meist lokal begrenzt. Ist die Erkrankung jedoch weit fortgeschritten, kann sich der Tumor in umliegende Strukturen ausbreiten. In solchen Fällen können auch Metastasen entstehen, beispielsweise in den Lymphknoten.

Die Prognose hängt stark davon ab, wie groß der Tumor ist, ob sich bereits Metastasen gebildet haben und wie gut der Tumor auf die Behandlung anspricht. Für Menschen mit Nasenkrebs verbessert eine frühzeitige Diagnose die Heilungschancen enorm.

Welche Ärzte sind Spezialisten für Nasenkrebs?

Experten für Nasenkrebs kommen in der Regel aus den Fachrichtungen:

Die Behandlung von Nasenkrebs erfolgt meist durch ein interdisziplinäres Team verschiedener Fachrichtungen. Diese Fachärzte arbeiten häufig in spezialisierten Tumorzentren zusammen, um eine optimale Diagnose und Behandlung für die Patienten zu gewährleisten.

Häufige Fragen

Wie häufig ist Nasenkrebs?

Die Häufigkeit von Nasenkrebs ist insgesamt gering. Die Erkrankung macht weniger als 1% aller bösartigen Tumorerkrankungen aus.

Welche frühen Symptome können auf Nasenkrebs hinweisen?

Zu den möglichen frühen Symptomen gehören eine verstopfte Nase, wiederkehrendes Nasenbluten, ein Druckgefühl im Gesicht oder Verlust des Geruchsinns.

Kann Nasenkrebs geheilt werden?

Ja, wird Nasenkrebs früh erkannt, sind die Heilungschancen häufig gut. Entscheidend ist v.a. eine frühzeitige Diagnose und Behandlung.

Welche Behandlung gibt es bei Nasenkrebs?

Die wichtigste Therapie ist meist die operative Entfernung des Tumors. Je nach Stadium des Krebses können zusätzlich Strahlentherapie oder Chemotherapie notwendig sein.

Quellen

Quellen:

  • aerztezeitung.de/Medizin/Nasenkrebs-durch-allergischen-Schnupfen-232821.html
  • cccc.charite.de/leistungen/organkrebszentren/kopf_hals_tumore/
  • hno.at/fileadmin/hno/pdfs/Cartellieri_Bo%CC%88sartige_Tumoren_der_Nase_und_der_Nebenho%CC%88hlen..pdf
  • springermedizin.de/hno-tumoren/kein-nasenkrebs-durch-schnupftabak/9938036