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Artikelübersicht
Was ist ein Knochenbruch bei Kindern?
Eine Fraktur ist eine Unterbrechung der knöchernen Struktur. Knochenbrüche bei Kindern unterscheiden sich von Erwachsenen, da die Knochen durch Wachstumsfugen und die elastische Struktur des kindlichen Skeletts biegsamer sind.
Daher treten Grünholzfrakturen, diaphysäre Frakturen oder undislozierte Brüche häufiger auf. Die Kindertraumatologie und Unfallchirurgie berücksichtigen diese Besonderheiten bei der Frakturbehandlung.
Zusätzlich spielen bei Knochenbrüchen bei Kindern spezifische Aspekte eine Rolle: distale Frakturen an Unterarm oder Bein müssen so stabilisiert werden, dass die Wachstumsfugen geschont bleiben. Suprakondyläre Humerusfrakturen erfordern eine besonders sorgfältige klinische Beurteilung, da hier Nerven und Gefäße gefährdet sein können.
In der Kinderorthopädie kommen häufig minimal-invasive Verfahren wie die Fixation mit Draht zum Einsatz, um Fehlstellungen oder eine mögliche Luxation zu verhindern. Die Behandlung orientiert sich immer daran, die natürliche Heilung des kindlichen Knochens zu unterstützen und langfristige Funktionsstörungen zu vermeiden.
Ursachen von Frakturen im Kindesalter
Die häufigsten Auslöser sind Stürze, Sportunfälle und Verkehrsunfälle. Frakturen im Wachstumsalter entstehen schnell bei hoher Belastung auf Röhrenknochen, Unterarm oder suprakondylären Bereichen.
Auch Luxationen, Rotationsfehler oder Belastungen der Wachstumsfugen können eine Rolle spielen. Frakturen bei Kindern entstehen oft durch unzureichend entwickelte Muskulatur, die weniger Schutz bietet.
Ergänzend treten Frakturen bei Kindern häufig auch dann auf, wenn äußere Kräfte direkt oder subkutan einwirken, etwa durch Stürze auf den ausgestreckten Arm.
Viele Verletzungen können ambulant behandelt werden, sofern keine Komplikationen oder Verschiebungen vorliegen. Die Frakturversorgung richtet sich dabei immer nach Art und Stabilität des Bruchs und zielt darauf ab, das Wachstum nicht zu beeinträchtigen.

Kinderorthopäde versorgt den Unterarmbruch eines Kindes mit einem bunten Gipsverband in einer modernen Praxis, während ein Elternteil beruhigend zuschaut.
Symptome eines Knochenbruchs
Frakturen bei Kindern - Möglichkeiten der Kinderchirurgie und operative Therapie
Therapie & Behandlungsmöglichkeiten
Die Behandlung richtet sich nach der Art der Fraktur.
- Konservative Therapie: Ruhigstellung, Gips, Gipskeilung, Schiene, adäquat zur Stabilisierung.
- Geschlossene Reposition: Bei Fehlstellungen wird der Bruch ohne Operation korrigiert.
- Operative Therapie: Notwendig bei dislozierten, offenen oder komplizierten Brüchen.
Häufig angewendet werden ESIN, Fixateur externe, Drahtosteosynthese, elastisch stabile intramedulläre Nagelung oder Marknagelung.
Bei Brüchen der Epiphysenfuge besteht ein Risiko für Wachstumsstörungen, weshalb präzise Behandlung und Röntgenkontrolle wichtig sind.
Besonderheiten bei Frakturen im Wachstumsalter und die richtige Frakturbehandlung
Sonderfall: Knochenbrüche bei Kindern und Jugendlichen
Kinder haben offene Wachstumsfugen, wodurch Fehlstellungen über die Jahre teilweise korrigiert werden. Dennoch können falsch behandelte Frakturen zu Achsabweichungen, Wachstumsstörungen oder dauerhaften Fehlstellungenführen.
Bei Brüchen wie der suprakondylären Humerusfraktur oder Frakturen des Radiuskopfes drohen Nerven- und Gefäßschäden. Komplikationen wie Varusstress, Radiuskopfluxation, Schädigungen der Weichteile oder subkutaneVerletzungen können auftreten. Eine frühzeitige Diagnosestellung ist dafür essenziell.
Die Behandlung orientiert sich an altersabhängigen Besonderheiten des kindlichen Skeletts. Methoden wie ESIN, Reposition und die Auswahl des stabilisierenden Materials berücksichtigen den Reifezustand des Knochens. Zwischen 90 Prozent aller Frakturen heilen bei Kindern ohne Komplikationen aus.
FAQ zu Frakturen bei Kindern
Wie häufig sind Frakturen bei Kindern?Knochenbrüche gehören zu den häufigsten Verletzungen im Wachstumsalter, da das kindliche Skelett in der Entwicklung verletzungsanfällig ist. Besonders Unterarmfrakturen treten oft auf.
Nein. Viele Frakturen im Kindesalter lassen sich konservativ behandeln. Nur dislozierte oder komplizierte Frakturen erfordern eine operative Versorgung wie ESIN oder Fixateur externe.
Durch die aktive Wachstumsfuge heilen Knochenbrüche im Kindesalter deutlich schneller – oft innerhalb von wenigen Wochen. Eine Röntgenkontrolle erfolgt meist innerhalb der ersten Woche.
Eine Grünholzfraktur ist typisch für Kinder: Der Knochen bricht auf einer Seite, während die andere Seite elastisch bleibt. Sie entsteht häufig im Unterarm.
Mögliche Komplikationen sind Wachstumsstörungen, Achsabweichungen, Rotationsfehler, Gefäß- oder Nervenverletzungen. Auch ein unzureichend verheilter Frakturspalt kann Probleme verursachen.