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ICL und intraokulare Kontaktlinse zur Korrektur von Fehlsichtigkeit im Auge - Implantierbare Kontaktlinsen 

Die ICL ist eine moderne Lösung zur Korrektur von Fehlsichtigkeit und gehört zu den innovativen Verfahren der Augenheilkunde. Dabei handelt es sich um eine implantierbare intraokulare Kontaktlinse, die zusätzlich zur natürlichen Linse im Auge eingesetzt wird. Im Gegensatz zu herkömmlichen Kontaktlinsen bleibt diese Linse dauerhaft im Auge und ist für viele Patienten eine Alternative zu Brille oder Kontaktlinsen. Die ICL eignet sich besonders bei Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Hornhautverkrümmung.

Durch die Implantation wird die Fehlsichtigkeit präzise korrigiert, ohne die Hornhaut zu verändern. Die natürliche Linse bleibt erhalten, da es sich um phake intraokularlinsen handelt. Viele Patienten profitieren von einem verbesserten Sehvermögen und der Möglichkeit, klar sehen zu können.

Damit bietet die ICL eine effektive Lösung für ein Leben ohne Brille.

Kurzübersicht:

Die ICL ist eine implantierbare intraokulare Linse zur Korrektur von Fehlsichtigkeit. Sie wird zusätzlich zur natürlichen Linse im Auge eingesetzt und bleibt dauerhaft im Auge. Der Eingriff ist schonend und ermöglicht eine schnelle Verbesserung des Sehvermögens. Die Methode ist eine Alternative zu Brille oder Kontaktlinsen.

Artikelübersicht

Intraokulare Kontaktlinse - Weitere Informationen

Was sind implantierbare Kontaktlinsen (ICL)?

Implantierbare Kontaktlinsen heißen auch intraokulare Kontaktlinse oder kurz ICL (implantable contact lense). Sie machen ein Leben ohne Brille und Kontaktlinsen möglich und gehören zu den Verfahren der Refraktiven Chirurgie.

Bei einem kurzen ambulanten Eingriff setzten Ärzte die implantierbare Kontaktlinse ein. So lassen sich die meisten Fehlsichtigkeiten wie Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung problemlos und erfolgreich korrigieren.

Bei der implantierbaren Kontaktlinse (ICL) setzen Ärzte während der Augenoperation eine Kontaktlinse zwischen Iris und Augenlinse ein. Die ambulant durchgeführte Implantation ist ein Verfahren, das seit 15 Jahren zur Anwendung kommt. Zum Einsatz kommt es bei besonderen Fehlsichtigkeiten, in denen andere Augenoperationen wie LASIK keine Lösung bieten.

Spezielle implantierbare Kontaktlinse: Visian ICL

Die implantierbare Kontaktlinse Visian ICL ist eine zusätzliche Linse wie die Kontaktlinse. Im Gegensatz zur Kontaktlinse setzten Ärzte die Visian ICL in das Auge ein. Sie bleibt nicht auf der Hornhautoberfläche.

Diese Speziallinse ist weich und klein. Ärzte platzieren sie vor der natürlichen Linse. Die implantierbare Kontaktlinse Visian ICL kann Kurz- und Weitsichtigkeit korrigieren. Die so genannte Visian ICL toric korrigiert zusätzlich auch eine Hornhautverkrümmung. Alle 6 Minuten setzen Mediziner weltweit eine intraokulare Kontaktlinse ein.

Implantierbare Kontaktlinsen (ICL)Implantierbare Kontaktlinsen (ICL) @ Mohammed /AdobeStock

Material einer intraokularen Kontaktlinse

Die intraokulare Kontaktlinse Visian ICL besteht aus einem Material namens Collamer. Collamer hat eine Vielzahl von speziellen Eigenschaften wie die gute Verträglichkeit.

Der Körper nimmt das Material an und empfindet es nicht als Fremdkörper. Daher kommt es auch nicht zu einer Abstoßungsreaktion. Weiterhin steht das Collmer Material für optische Klarheit, Strapazierfähigkeit und Flexibilität.

Voruntersuchungen vor der Implantation einer intraokularen Kontaktlinse (ICL)

Speziell ausgebildete technische Mitarbeiter sowie der Operateur untersuchen Ihre Augen vor dem Einsetzen einer implantierbaren Kontaktlinse eingehend.

Die schmerzfreien Untersuchungen dauern in der Regel rund zwei bis drei Stunden.

Es wird zum Beispiel:

  • die Sehschärfe gemessen
  • der Augeninnendruck ermittelt und
  • die Hornhaut-Topografie und die Vorderkammertiefe bestimmt

Darüber hinaus vermessen Mediziner das Auge, um die Stärke der Kontaktlinse zu berechnen. Je nach Höhe der Hornhautverkrümmung gleichen spezielle torische Kunstlinsen sie aus. Besprechen Sie mit Ihrem Operateur die Vor- und Nachteile der verschiedenen Möglichkeiten.

Weitere Untersuchungen mit Spaltlampe und Lupe geben entscheidende Hinweise, ob das Einsetzen einer implantierbaren Kontaktlinse möglich ist. Auch welches Verfahren zum Einsatz kommt, ist Gegenstand der Untersuchungen.

Es lässt sich schon bei der Voruntersuchung feststellen, wie sehr sich Ihre Sehkraft durch eine intraokulare Kontaktlinse verbessert. Erst nach diesen Untersuchungen kann Ihnen der Arzt eine Empfehlung für die Operation geben.

Dies ist dann der Fall, wenn:

  • Keine anderen Augenkrankheiten vorliegen 
  • Durch eine implantierbare Kontaktlinse eine Sehverbesserung möglich ist

Vorgehen beim Einsatz einer implantierbaren Kontaktlinse

Die implantierbare Kontaktlinse Visian ICL ist klein und formbar. Ärzte können sie daher zusammenrollen und innerhalb von Sekunden durch eine kleine Öffnung einsetzen.

Sobald die Visian ICL im Auge ist, entfaltet sie sich und positioniert sich zwischen Iris und der natürlichen Linse. Dort verbleibt sie und korrigiert Ihren Sehfehler, ohne dass ein weiterer Eingriff notwendig ist.

Mit demselben Vorgehen können Ärzte, wenn notwendig, die implantierbare Kontaktlinse Visian ICL wieder entfernen oder austauschen. Es handelt sich um ein reversibles Verfahren.

Implantierbare Kontaktlinse Vorgehen

Bilder von unten nach oben: Schritt 1 bis 3

Vor der Implantation erhalten Sie eine Tropfanästhesie und ein leichtes Beruhigungsmittel, damit Sie während des Eingriffs nichts spüren.

Die einzelnen Schritte der Implantation einer intraokularen Kontaktlinse:

  1. Zunächst macht der Arzt am Rand der Hornhaut einen kleinen Einschnitt von 2 bis 3 mm (Corneale Inzision).
  2. Dann füllt er Ihr Auge mit einer gelartigen Substanz
  3. Danach implantiert er die Visian ICL
  4. Nun platziert er vorsichtig die Kontaktlinse hinter der Iris
  5. Abschließend entfernt er die gelartige Substanz aus dem Auge

Der kleine Schnitt ist eine selbstheilende Wunde, das Vernähen ist daher nicht notwendig. Die Implantation ist ein ambulanter Eingriff und dauert nur wenige Minuten.

Medikamente bei einer implantierbaren Kontaktlinse

Vor der Operation sollten Sie sich wie immer verhalten. Ändern Sie also Ihre Diät oder Therapie nicht und nehmen Sie Ihre Medikamente wie gewohnt ein.

Bei Marcumar oder anderen gerinnungshemmenden Mitteln halten Sie bitte Rücksprache mit Ihrem Hausarzt. Nach der Operation müssen Sie entzündungshemmende Augentropfen einnehmen. Ihr Operateur bespricht mit Ihnen, wie häufig und wie lange Sie diese benötigen.

Komplikationen und Risiken einer intraokularen Kontaktlinse

Folgende Komplikationen sind möglich:

  • Infektionen des Auges mit der Möglichkeit schwerer und schwerster Beeinträchtigung bis zum Verlust der Sehkraft des Auges
  • Erhöhte Licht- und Blendempfindlichkeit, möglicherweise auf Dauer
  • Verminderte Nacht-Sehschärfe, möglicherweise auf Dauer
  • Über- oder Unterkorrektur mit der Notwendigkeit einer weiteren Operation oder korrigierenden Gläsern

Wenn Sie über 40 Jahre alt sind, werden Sie nach der Operation möglicherweise eine Lesebrille brauchen

Nachbehandlung nach dem Einsatz einer ICL

Die erste Kontrolluntersuchung findet grundsätzlich am Tag nach der Operation in der Klinik statt. Der Arzt bespricht mit Ihnen die Anwendung der Augentropfen. Diese sollten Sie etwa zwei Wochen in das operierte Auge eintropfen. Er erklärt Ihnen auch, wann Sie eine Schutzbrille tragen sollten.

In den ersten Tagen tritt häufig ein Jucken oder Kratzen auf. Sie werden zunächst auch etwas verschwommen sehen, vor allem unmittelbar nach der Operation. Das ist normal, denn die Pupille ist noch weit. Weder Fernsehen noch Lesen schadet Ihren Augen.

Nach ein bis zwei Tagen erreichen Patienten häufig schon eine recht gute Sehschärfe. Innerhalb eines Monats sollten Sie eine stabile Sehschärfe erreichen. Erst wenn Ihnen der Arzt grünes Licht gibt, können Sie wieder mit dem Auto fahren.

Planen Sie nach einer Woche und nach einem Monat weitere Kontrolluntersuchungen ein. Die Abschlussuntersuchung findet in der Regel 2 bis 3 Monate nach dem Eingriff statt. Später erfolgen diese im Rahmen der routinemäßigen Augenuntersuchungen.

Fazit zur implantierbaren Kontaktlinse

Die intraokulare Kontaktlinse stellt eine moderne und effektive Lösung dar, um Fehlsichtigkeit zu korrigieren und langfristig unabhängig von Brille und Kontaktlinsen zu werden. Implantierbare Kontaktlinsen wie die ICL Linse gehören zu den phaken Linsen und ermöglichen eine Korrektur, ohne die natürliche Linse im Auge zu entfernen. Im Gegensatz zum Linsenaustausch bleibt die natürliche Linse im Auge erhalten, was besonders für jüngere Patienten ein großer Vorteil ist.

Die implantierbare Collamer Linse gilt als biokompatibel und wird vom Körper nicht als Fremdkörper wahrgenommen, da sie sich optimal an die Struktur des Auges anpasst. Bei dem Eingriff wird die Linse durch eine kleine Öffnung am Rand der Hornhaut in das Auge eingesetzt und in der Hinterkammer des Auges positioniert. Solche implantierbaren Kontaktlinsen eignen sich besonders bei Weitsichtigkeit oder Hornhautverkrümmung sowie bei Patienten mit dünner Hornhaut oder trockenen Augen. Die phake Intraokularlinse bietet eine klare Sicht und ermöglicht vielen Patienten ein Leben ohne Brille oder Kontaktlinsen sowie scharfes Sehen ohne Brille im Alltag. Im Vergleich zu herkömmlichen Kontaktlinsen ist die Linse dauerhaft im Auge und muss nicht täglich eingesetzt oder entfernt werden.

Die Implantation von intraokularen Linsen erfolgt präzise im Bereich hinter der Regenbogenhaut, wobei die Linse in das Auge implantiert wird und sicher sitzt. Moderne Verfahren der refraktiven Augenheilkunde sorgen dafür, dass implantierbare Kontaktlinsen eine zuverlässige Verbesserung Ihres Sehvermögens bieten und sowohl an einem Auge als auch an beiden Augen durchgeführt werden können. Insgesamt ermöglichen phake intraokularlinsen eine nachhaltige Korrektur der Fehlsichtigkeit und eröffnen vielen Menschen die Chance auf klare Sicht und ein Leben ohne Sehhilfe.

FAQ

Was ist eine ICL?
Die ICL ist eine implantierbare Kontaktlinse, die als intraokulare Linse zusätzlich zur natürlichen Augenlinse in das Auge eingesetzt wird. Sie dient dazu, Fehlsichtigkeit dauerhaft zu korrigieren und ermöglicht klares Sehen ohne Brille oder Kontaktlinsen.

Für wen eignet sich eine intraokulare Kontaktlinse?
Eine intraokulare Kontaktlinse eignet sich für Patienten mit Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Hornhautverkrümmung. Besonders bei dünner Hornhaut oder trockenen Augen ist sie eine gute Alternative zu Augenlasern.

Wie läuft die Implantation der ICL ab?
Bei der Implantation wird die ICL Linse durch eine kleine Öffnung in das Auge eingesetzt. Der Eingriff erfolgt unter örtlicher Betäubung und dauert nur wenige Minuten. Die Linse wird in der Hinterkammer des Auges positioniert.

Welche Vorteile haben implantierbare Kontaktlinsen?
Implantierbare Kontaktlinsen bieten eine hohe Verträglichkeit und sind biokompatibel. Die natürliche Linse bleibt erhalten und die Fehlsichtigkeit wird präzise korrigiert. Viele Patienten erreichen eine klare Sicht und können auf Brille oder Kontaktlinsen verzichten.

Gibt es Risiken bei einer ICL Implantation?
Wie bei jedem Eingriff gibt es auch bei der Implantation einer intraokularlinse mögliche Risiken. Dazu gehören Entzündungen oder Komplikationen, die jedoch selten auftreten. Eine gründliche Voruntersuchung durch den Augenarzt ist entscheidend für den Erfolg.